Scheiben klirren, ein geübter Handgriff, und schon ist der Einbrecher durch das Fenster ins Haus gelangt. Das Wohnzimmer ist durchwühlt – und der Täter über alle Berge als Sie nach Hause kommen. Ihre Überwachungskamera jedoch hat alles aufgezeichnet. Und obwohl Kameras im ersten Moment keine Verbrechen verhindern, können sie sehr wohl zur Aufklärung dieser beitragen. Das eine entscheidende Bild – darauf kommt es bei einer Videoüberwachung an. Dafür braucht es jedoch ein Speichermedium, auf dem die Aufnahmen sicher abgelegt werden.

I Von SD-Karte bis Netzwerkrekorder

Jede IP-Kamera hat standardmäßig einen Steckplatz für eine SD-Karte, die für die lokale Aufzeichnung genutzt werden kann. Diese Speicherlösung ist vordergründig in Privathaushalten sinnvoll. Die Datenmengen sind hier in der Regel nicht zu groß, und sie werden meistens nach kurzer Zeit wieder gelöscht, der Speicherplatz also wieder für neue Aufnahmen freigegeben. Man sollte jedoch beim Einsatz einer SD-Karte bedenken, an welchem Standort die Kamera hängt. Abhängig vom Hersteller können die Kartenslots relativ einfach zugänglich sein – auch für Dritte.

Die SD-Karte bleibt übrigens – außer beim Tausch wegen eines Defektes – immer in den Kamera. Man muss sie, anders als bei der Digitalkamera, zum Auslesen der Daten nicht in ein Lesegerät einlegen oder anderweitig verkabeln. Stattdessen wählt man auf dem Desktop-PC, Tablet oder Smartphone über die Kamerasoftware das Gerät an und kann sich dann neben Einstellungen und Konfigurationen auch die Aufnahmen anzeigen lassen.

Sind mehr als vier, fünf IP-Kameras im Haus und auf dem Grundstück installiert, lohnt sich die Anschaffung eines zentralen Speichersystems. NAS-Systeme (Network Attached Storage) stehen allen im Netzwerk organisierten Geräten zur Verfügung und sind speziell für die Verarbeitung und Speicherung großer Datenmengen ausgelegt. Einige Hersteller rüsten ihre IP-Videorecorder sogar mit Betriebssystemen aus, die eine schnelle und einfache Konfiguration der kompletten Videoanlage erlauben. Werden diese Speicherlösungen nicht als Rackmount-Gerät in einen Serverschrank integriert, sondern als Desktop-Gerät aufgestellt, sind sie in Größe und Aussehen kaum von einem Blue-Ray-Player oder Vergleichbarem zu unterscheiden.

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