Stellen Sie sich vor, Sie wären eine Kamera … Klingt im ersten Moment etwas befremdlich, bietet aber eine gute Hilfestellung, wenn Sie den richtigen Standort für Ihre Überwachungskameras suchen. Denn: Je besser Sie planen, desto wirkungsvoller kann das Videosystem später aufzeichnen.

Jedes Grundstück, jede Immobilie ist anders. Deswegen gibt es auch keine allgemeingültige Richtlinie, wo und wie Kameras am besten platzierten werden sollten. Es gibt viele Eventualitäten, die im Einzelfall bedacht werden sollten. Grundsätzlich gilt: Das, was man selbst vom späteren Montagepunkte aus sehen kann, sieht auch die Kamera. Deshalb sollte man sich die Mühe machen und zu verschiedenen Zeiten protokollieren, was die Kamera erfassen würde.

I Die Suche nach dem besten Standort

Ein Beispiel: Die Haustür soll im Fokus der Überwachung liegen. Die Kamera wird nun an der etwas vorgelagerten, aber rechtwinklig an das Haus grenzenden Garage montiert und auf den Eingang gerichtet. Mitten im Blickfeld des Gerätes parkt jedoch täglich von 7.30 bis 15 Uhr ein Auto auf der Einfahrt – und überdeckt damit die Tür. Für diesen Zeitraum wird auch die technisch anspruchsvollste Überwachungskamera kaum aussagekräftige Aufnahmen des Eingangsbereiches liefern können.

Selbiges gilt auch bei Pflanzen und Bäumen: Sind sie im Aufzeichnungswinkel der Kameras angelegt, müssen sie zumindest regelmäßig zurückgeschnitten werden, um das Bild nicht zu sehr zu überlagern oder die Kamera gar zu verdecken.

I Und wie ist es mit der Beleuchtung?

Bedenken sollte man bei der Planung auch die insbesondere für Nachtaufnahmen wichtige Beleuchtungssituation. So können auslösende Bewegungsmelder mit ihrem plötzlichen Lichtimpuls die Kamera blenden und die Aufnahmen damit unbrauchbar machen. Es kann daher ratsam sein, statt der Bewegungsmelder eine die Kameraleistung unterstützende, permanente Dämmerbeleuchtung einzusetzen. Moderne LED-Technik kann in diesem Fall sehr effizient sein.

Generell ist Licht ein Thema: Eine ausreichende Beleuchtung begünstigt die Überwachung bei Dunkelheit. Sie ist kein Muss, trägt aber dazu bei, auf kameraspezifisches Zusatzequipment wie beispielsweise Restlichtverstärker verzichten zu können und trotzdem eine aussagekräftige Aufnahme zu erhalten. Sind Aufzeichnungen in völliger Dunkelheit gefragt oder von baulicher Seite keine zusätzliche Beleuchtung möglich, sollte man gegebenenfalls auf Infrarot- oder Thermalkameras zurückgreifen, um ein optimales Ergebnis zu erzielen.

I Im Zweifel: Fragen Sie um Rat

Sind Sie sich bei der korrekten Einschätzung Ihrer örtlichen Gegebenheiten nicht sicher, scheuen Sie sich nicht um Rat zu fragen. Fachfirmen unterstützen Sie gern bei der Planung und können weitere wertvolle Tipps geben, wie Sie Ihre Videoüberwachung noch besser in Szene setzen können.

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